Ein Nebenjob in der Gastronomie war schon immer sehr gefragt unter Studenten. Schließlich hält uns auch fast jeder Hollywoodstreifen vor, dass der Job als Barkeeper oder Kellner der ultimative Schlüssel zum Erfolg ist. Gerne wollen wir uns mit den Hauptakteuren dieser Streifen identifizieren: sie sind jung, taff und bewältigen jegliche Herausforderung.

„Vom Tellerwäscher zum Millionär“ heißt zwar nun häufiger „von der Kleinstadtkellnerin zur gefragtesten Burlesque-Tänzerin der Stadt“, dennoch haben ihre Erfolgsgeschichten alle einen gemeinsamen Nenner: Der Nebenjob in der Gastronomie!

Was uns die Filmwelt also nun schon seit Jahrzehnten erklären will, aber leider viel zu oft unmerklich untergeht, ist die Tatsache, dass die Gastronomie so einige Lehrpunkte fürs Leben für uns bereit hält. Wir haben 5 davon mal genauer betrachtet:

Prioritäten setzen

Dass die Gastronomie den ein oder anderen stressigen Arbeitstag bereit hält, ist längst kein Geheimnis. Schnelles Schalten, auf Abruf bereit sein und viele Abläufe im Auge behalten sind hier überlebensnotwendige Eigenschaften. Viele Aufgaben können allerdings einfach nicht gleichzeitig geschehen: erst die neue Bestellung aufnehmen, das Essen für Tisch 17 servieren oder die Speisekarten verteilen? Hat man einmal den Dreh raus ist es auch ganz leicht. Das Abwägen zwischen Prioritäten und unter Druck schnelle Entscheidungen treffen ist eine Kunst, welche die Gastronomie schnell lehrt und fordert.

Haltung waren

Auch wenn die mühsamen Situationen überwiegen und der Tag einen eher stressigen Beigeschmack erhält, die Gäste sollen hiervon natürlich nichts mitbekommen. Sie werden unabdinglich freundlich bedient, denn Hospitality steht für eine erfolgreiche Servicekraft natürlich an oberster Stelle. Selbst wenn alles aus den Bahnen läuft, die sympathische Haltung bleibt standhaft.

Menschenkenntnis

Nicht umsonst heißt es, dass eine gute Bedienung jeden Wunsch von den Augen seiner Gäste ablesen kann. Dies ist nach einiger Erfahrung aber auch keine Kunst mehr. Man kann sich eben nicht aussuchen welcher Typ Gast sich an seinen Tisch setzt. Wir wollen nicht in Schubladen denken, aber nach gewisser Zeit wissen wir die Bedürfnisse und Wertorientierungen unserer Gäste schnell einzuschätzen.

Teamgeist

Wieso hat Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gewonnen? Weil sie ein Team waren! In der Gastronomie gibt es keine Arbeitskollegen. Ein gutes Restaurant oder ein Hotel braucht keine individuellen Mitarbeiter, die alle für sich die hellsten Kerzen auf der Torte sind. Vielmehr braucht es ein funktionierendes und zusammenarbeitendes Team. Die Christiano Ronaldos unter den Kellnern haben dementsprechend schon verloren.

Verkaufsstrategien

Eine gute Servicekraft weiß sich und das Geschäft zu verkaufen. So lernt man Marketing Abläufe und Strategien, wie Up-Selling und Cross-Selling ohne sich dessen unbedingt bewusst zu sein. „Ihnen hat meine Weinempfehlung zur Vorspeise gefallen? Wie wäre es mit einer Flasche Rotwein zum Hauptgang…“

Und das waren sicherlich noch nicht alle Dinge, die uns die Gastronomie lehrt. Teile deine Erfahrungen mit uns und hinterlasse uns deine Lernmomente in einem Kommentar.

Zoi Smeets

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